Die Blasen entstehen z. B. durch Druck, Reibung oder in Stress-Situationen.

Da Epidermolysis Bullosa (kurz EB genannt) Betroffene verschieden sind und bei jedem Menschen sich verschiedene Wunden in verschiedenen Wundheilungsphasen befinden, gibt es nicht DAS eine Wundversorgungskonzept für EB. Es müssen stets individuelle Lösungen gesucht werden.

Die seltene, erblich bedingte Erkrankung erfordert in regelmäßigen Abständen einen Verbandwechsel. Die Zeiträume sind individuell, oftmals alle zwei Tage.

Der Verbandwechsel sollte so schmerzarm wie möglich erfolgen.

Der Verband selber einen optimalen Schutz bieten und die persönliche Bewegungsfreiheit gewährleisten, da der Verband oft als die „zweite Haut“ empfunden wird.

Soviel wie nötig, so wenig wie möglich!

Die Anforderungen an die Wundauflagen sind zum Beispiel:

Schutz vor Verunreinigung, wie dem Eindringen von Krankheitserregern/Fremdkörpern

Schutz vor Austrocknung, Aufweichung, Überhitzung, Auskühlung und UV- Strahlung

Schutz vor mechanischer und chemischer Belastung

 

Es gibt Wundauflagen/Verbände die speziell für EB- Betroffene sehr gut geeignet sind: Silikonverbände.

Die Vorteile sind:

–    klebt nicht auf der intakten Haut, sondern haftet sanft auf ihr

  • klebt nicht auf feuchten Oberflächen – also nicht auf Wunden
  • leitet Exsudat in einen Sekundärverband
  • bei unterschiedlichen Exsudatmengen einsetzbar
  • kaum Verrutschen, dadurch einfache und sichere Anwendung
  • Tragen während einer Strahlentherapie möglich.

 

Die Anwendung gestaltet sich sehr einfach, da dieser Verband sehr weich und flexibel ist. Er lässt sich mit einer Schere sehr gut zuschneiden und ist somit für jede Körperregion anpassbar (z. B.: Ellenbogengelenk, Kniegelenk und Achseln) und haftet gut auf trockener Haut.

Das Entfernen ist schmerzarm. Das Tragen wird als angenehm empfunden, da er bei den Bewegungen des Patienten durch seine hohe Flexibilität mitgeht.

Da es sich allerdings um Schaumverbände handelt, saugen sie sich zum Teil an die Wunde und/oder den Wundgrund an.

In Kombination mit einem Wunddistanzgitter kann dieser Effekt vermieden und/ oder minimiert werden, der Verbandwechsel wird noch sicherer und bei der Entfernung des Verbandes ist dieser noch leichter vom Wundgrund zu lösen.

Zur Fixierung haben sich in der Praxis Schlauchverbände bewährt.

Die Besonderheit ist, dass diese Schlauchverbände längs – und/oder querelastisch sind.

Das ermöglicht dem Betroffenen ein leichtes „Anziehen“ über die betroffenen Körperstellen wie Arm, Bein und Rumpf (verschiedene Größen auf dem Markt erhältlich) und eine großzügige Bewegungsfreiheit, da die Schlauchverbände sich den Bewegungen anpassen können, die Wundauflagen nicht rutschen und dadurch auch nicht mit zusätzlichen Klebefließen oder Ähnliches auf der Haut fixiert werden müssen.

Das erspart mögliche Verletzungen beim Entfernen der Wundauflagen und Hautirritationen.

Die Reibung auf der Haut ist fast zu vernachlässigen, da bei der richtigen Größe kein Druck ausgeübt wird. Das Produkt ist latexfrei. Es neigt auch nicht zum Ausleihern oder ausfransen. Das Produkt besteht aus Viskose, Elastan und Polyamid. Die Vorteile sind, dass sie elastisch und formbeständig sind, sehr fein, aber trotzdem reißfest.

Eine weitere Möglichkeit zum Fixieren der Verbände wären elastische Mullbinden.

Allerdings können diese – als einzige Fixierung verwendet – Schnürfurchen, Striemen oder Blasen durch „zerfransen“ und/oder verrutschen verursachen.

 

Das Foto ist eine Kombination von elastischer Mullbinde und Schlauchverbandfixierung am Oberkörper.

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