Unser Case Management unterstützt Sie dabei, Alltags – und/oder Behördenprobleme zu bewältigen und die Versorgung insgesamt zu optimieren.

Es orientiert sich dabei an ihrer persönlichen Situation.

Eine Beauftragung durch Sie vorausgesetzt, unterstützen wir Sie unter anderem bei:

  • der alles verändernden Diagnose
  • dem Aufbau des für Sie notwendigen Netzwerkes
    • Haut- und Kinderarzt
    • Wundversorgung
    • häusliche Pflege
    • andere Therapeuten
  • der Beantragung von Sach- und Dienstleistungen wie z.B.
    • Pflegegrad
    • Schwerbehindertenausweis
    • Mehrbedarf
    • Schul-Laptop
    • Rollstuhl
    • Badewannenlift
    • für den Umbau eines behindertengerechten Badezimmers
  • der Wahl der Kita
  • dem Zeitpunkt der Einschulung
  • der Ausbildungs- und Berufswahl
  • Eintritt von Berufs- und Erwerbsunfähigkeit

Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung

Auch für Sie hat der Tag nur 24 Stunden und Zeit ist kostbar. Der Alltag mit Epidermolysis Bullosa nimmt viel Zeit in Anspruch. Indem wir Sie durch den Dschungel des Antragsverfahrens führen, oder Sie im Widerspruchsverfahren unterstützen, schenken wir Ihnen wertvolle Zeit, die Sie anderweitig nutzen können. Wir helfen Ihnen dabei, ein wohnortnahes Netzwerk aufzubauen, aber auch deutschlandweit ansässige, auf Epidermolysis Bullosa spezialisierte Fachärzte, in Ihr Netzwerk mit aufzunehmen.

Fallbeispiele

  • Erfolgreicher Widerspruch kann zum richtigen Pflegegrad führen

    Um unsere Familien mit ihrer Erkrankung „Epidermolysis Bullosa“ zu entlasten, werden Sie von unserer Sozialarbeiterin sozialrechtlich unterstützt.

    Dies zeigt ein Beispiel, bei dem der Pflegegrad abgelehnt wurde, obwohl der Patient einen hohen Pflegeaufwand benötigte.

    Der Ablehnung eines Pflegegrades sollte unbedingt widersprochen werden, was aber für unsere Familien noch zusätzliche Arbeit und Aufwand bedeutet.

    So wandte sich die betroffene Familie mit dieser Thematik an die Sozialarbeiterin, um sich Informationen und Unterstützung für die Gewährung eines angemessenen Pflegegrades ihrer Tochter zu holen.

    Die Eltern hatten bereits, innerhalb der im Bescheid genannten Frist, einen Widerspruch gegen die Ablehnung des Pflegegrades eingelegt.

    Aus dem Gutachten, welches zusammen mit dem Bescheid zugeschickt wurde, musste nun die Begründung abgeleitet werden. Dazu gab die Sozialarbeiterin Hinweise und sendete der Familie ein vorformuliertes Begründungsschreiben zu. Dieses Begründungsschreiben wurde dann gemeinsam, entweder telefonisch oder per Mail, besprochen und ergänzt.

    Um bei der erneuten Begutachtung durch den medizinischen Dienst vorbereitet zu sein, wurde die Familie auf das Führen eines Pflegetagebuches hingewiesen. Damit konnte sich die Familie selbst ein überschaubares Bild von der eigenen Situation machen und die Durchführung der Pflegeverrichtungen besser einschätzen.

    Nachdem das Begründungsschreiben bei der Pflegekasse rechtzeitig eingereicht wurde, führte der Medizinische Dienst der Krankenkasse eine erneute Begutachtung bei der Familie durch.

    Das Ergebnis zeigte, dass die Mühe nicht umsonst war. Der Pflegegrad wurde bewilligt.

  • Die richtige Schule für mein Kind

    „Die Forderung, dass die „individuelle Förderbedarfe“ aller als behindert bzw. nichtbehindert geltenden SchülerInnen in einer Schule für alle befriedigt werden können, ist für einen unter dem Begriff der „Integration“ beschriebenen Unterricht grundsätzliches Anliegen. Seine Einlösung weist über den Integrationsbegriff im benannten engeren Sinne hinaus. Er fasst in allgemeiner Weise Unterricht in Klassen, deren Heterogenität nicht nur durch „Behinderungen“ unterschiedliche Entwicklungsniveaus und Lernausgangslagen der SchülerInnen bedingt ist, sondern auch durch deren andere Sprache, Religion, Nationalität und Kultur“ (Georg Feuser,1999).

    Dies ist leider in der Realität immer noch schwer umsetzbar. Daher bedarf es sehr intensive Unterstützung der Familie, um ihren Kindern die Integration in den Schulen zu ermöglichen. Dies möchten wir an einem Fallbeispiel aus unserer Praxis veranschaulichen, um zu erklären, wie wir als Case Management Unternehmen unterstützend zur Seite stehen, wenn unsere Familien diese Unterstützung benötigen:

    Aufgrund der Erkrankung „Epidermolysis Bullosa“ haben meist die damit verbundenen medizinischen Probleme einen großen Einfluss auf das Alltagsleben der Betroffenen und deren Familien.

    Längere und häufigere Abwesenheitszeit in der Schule bleiben nicht ohne Auswirkung.

    In diesem Fall handelt es sich um einen jungen Betroffenen, der die gymnasiale Oberstufe besucht.

    Regelmäßige Erschöpfungszustände und Schmerzen begleiten seinen Schulalltag, so dass es ihm zeitweise an Kraft fehlt, jeden einzelnen Schultag bis zum Ende durchzuhalten. Hinzu kommen noch die hohen Fehlzeiten durch diverse Arzttermine und Krankenhausbesuche.

    Trotzdem ist es sein Ziel, den Schulabschluss zu erreichen, er möchte sich von seiner Krankheit nicht besiegen lassen.

    So wendete sich der junge Schüler mit seinen Eltern an Alligatura Med. Consilium sowie an deren Sozialarbeiterin, um gemeinsam nach Möglichkeiten einer Unterstützung in der Schule zu suchen.

    Mit dem Einverständnis der Familie nahm die Sozialarbeiterin Kontakt zur Schule auf, um einen Gesprächstermin mit allen „Beteiligten des Helfersystems“ in seiner Schule zu vereinbaren. Im Vorfeld waren mehrere Telefonate mit der Schulleiterin sowie mit der Schulpsychologin notwendig, um dieses Gespräch vorzubereiten. Hierbei stand die Sozialarbeiterin der Familie stets zur Seite und übernahm die dafür notwendigen Telefonate, um einen baldigen Termin für alle Beteiligten zu finden. Dies bedurfte einen langen Atem, da es nicht leicht war, alle Gesprächspartner an einen Tisch zu bringen.

    Bei dem Schulgespräch, bei dem dann auch die Sozialarbeiterin unterstützend teilnahm, wurde gemeinsam eine mögliche Vorgehensweise durchgesprochen und geplant. Es sollte für den Schüler der Förderbedarf ermittelt werden, um ihn dementsprechend unterstützen zu können. Für diese Ermittlung war im Anschluss der Kontakt zu der Klinik-Schule vor Ort vorgesehen, da dort professionelle Lehrkräfte für sonderpädagogische Förderung mit Praxiserfahrungen integrativen Arbeitens tätig sind.

    Auch diesmal übernahm die Sozialarbeiterin die Aufgabe als Bindeglied aller und nahm auf Wunsch der Eltern des jungen Betroffenen, Kontakt zur Klinik und zur Schulleitung auf, um den gesamten Prozess zugunsten des Schülers zu beschleunigen.

    In einem weiteren gemeinsamen Gespräch in der Klinik, die dieser Schule angegliedert ist, wurde u. a. die Möglichkeit besprochen, z.B. in eine Schule für Jugendliche mit körperlichen und motorischen Behinderungen zu wechseln, um den Schüler zu entlasten, ihm den Leistungsdruck zu nehmen. Dabei stehen unterschiedlichen Berufsgruppen (Pädagogen, Therapeuten, Pflegekräfte, persönliche Assistenten) jedem einzelnen Schüler unterstützend zur Seite und arbeiten kooperativ in Teams zusammen.

    Diese Möglichkeit des Schulwechsels kann mit Unterstützung seiner jetzigen Schule im Rahmen eines Praktikums, an der Schule für Schüler mit körperlich-motorischen  Einschränkungen, getestet werden, um im Anschluss die richtige Entscheidung für sich zu treffen.

    Der junge Betroffene sowie seine Eltern werden auch weiterhin von der Sozialarbeiterin bei Ihrer Entscheidungsphase umfassend unterstützt und beraten, damit gemeinsam für alle Beteiligten die beste Lösung gefunden werden kann. Dabei wird sich immer nach den Bedürfnissen der gesamten Familie gerichtet.